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Webmail und SicherheitWebmail ist eine praktische Sache, damit kann man praktisch von jedem Punkt des Erdballs aus seine Mails abholen oder neue versenden. Man ruft den Browser auf, tippt die Adresse ein, das Login-Feld erscheint und man hat sein Postfach vor sich. Von hier an ist Wachsamkeit angebracht. Wenn man sein Email-Konto im Internetcafe oder von einem fremden Computer aus anfährt, dann sollte man sich darüber im Klaren sein, was hier abläuft. Was immer man von seinem eigenen Postfach abgeholt hat, liegt dann im Computer, den man eben verwendet hat und ist für andere sichtbar. Der Grund dafür liegt in einigen Dingen, die im Internet anders sind. Das World Wide Web ist nicht das FernsehenWer im Fernsehen einen Livebericht aus dem Auge eines Hurrikans ansieht, der kann bequem im Sofa sitzen bleiben. Es kann ihm nichts geschehen. Die Kamera vor Ort nimmt ein Bild auf und liefert es ins Wohnzimmer, das Unheil selbst bleibt an Ort und Stelle. Schlimmstenfalls geht das Bild aus, wenn es die Kamera erwischt und die Regie nicht rechtzeitig woanders hin schaltet. Das WWW ist anders, es liefert sozusagen den Hurrikan im Maßstab eins zu eins ins Wohnzimmer. Web-Inhalte werden auf der Festplatte gespeichertWer eine Homepage ansieht - und Webmail ist eine Homepage - betrachtet nicht ein Bild, sondern lädt den gesamten Inhalt des Angebotes auf seinen Computer. Die Wenigsten sind sich dieser Tatsache bewusst. Der Browser (MS Internet Explorer, Firefox etc) stellt eine Anfrage an den entfernten Server, der Server sieht auf seiner Festplatte nach und sendet den gewünschten Inhalt an den anfragenden Computer. Bei einer Homepage sind das z.B. Text, Bilder und so weiter. Beim Webmail handelt es sich um Text und Anlagen aller Art. Alle diese Inhalte werden vorerst auf der Festplatte abgespeichert. Danach zeigt der Browser den abgespeicherten Inhalt an. Eingegebene Passwörter bleiben im Cache des Browsers so lange erhalten, bis er geschlossen wird, der vom Server übertragene Inhalt bleibt auf der Festplatte zurück. Jeder kann den Festplattencache auslesenDieser Inhalt (Mails, Anlagen) steht nun den Nachfolgenden zur Verfügung. Bereits ein interessierter Laie kann es auslesen, kopieren und anderweitig weiter verwenden, es gibt aber auch Programme, die einen Festplattencache komfortabel sortieren und übersichtlich verfügbar machen. Eigene Mails können an unbekannte Empfänger gesandt werdenWenn sich auf dem Gastrechner ein Wurm befindet, aktuell wäre z.B. Mytob.KU, oder einer der tausend anderen, dann werden Emailadressen ins Internet gestreut. Wo eigene Mails landen, erfährt man vermutlich nie. Spuren einer Mailsitzung vernichtenEs ist also wichtig, nach einer Sitzung möglichst alle Spuren zu vernichten. Sie bleiben sonst für lange Zeit erhalten. Zuerst muss der Browser geschlossen werden, und zwar alle offenen Fenster. Anschließend öffnet man ihn wieder und löscht den Festplattencache. MS Internet ExplorerMenü Extras, Registerkarte Allgemein, Schalter "Dateien löschen" und "Verlauf leeren". Es ist auch günstig, die Cookies zu löschen. Bei einem Gastrechner wird man bei den Cookies fragen müssen. FirefoxMenü Extras, Einstellungen, Datenschutz, Schalter "Alles löschen". Die Prozedur ist simpel, kann aber nicht ausgelassen werden. Andernfalls bleibt auf dem fremden Computer der abgerufene Inhalt des eigenen Postfachs zurück. |
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